01 August 2007

Amsterdam

wieder zurück aus Amsterdam ... mit über 700 Fotos im Gepäck ... da dauert es schon etwas bis man die auseinanderklaubt und dezimiert. übrig geblieben sind 66 und hier die Geschichte dazu:

untergebracht waren wir bei Klaus & Karin, diese wiederum in Leiden zwischen Pizzeria und Coffeeshop, wo man durch die kleine Tür in einen gemütlichen Innenhof und von dort zum kleinen Häuschen kommt.

den ersten Tag hat es uns noch gar nicht nach Amsterdam verschlagen sondern mit der Fähre, die von Möwen umschwärmt wurde, nach Texel an die Nordseeküste.

es war unglaublich windig (was aber nicht außergewöhnlich sein soll), ich war froh dass ich meine Jacke mitgehabt habe, aber einige stürzten sich trotzdem in die kalten Fluten.


wir spazierten die Küste entlang, über Dünen vorbei an Schafen und einem roten Leuchtturm, bei dem mir ständig das Lied von Nena durch den Kopf schwirrte.


am Sonntag sind wir dann mit dem Zug nach Amsterdam gedüst und auf der Strecke haben wir gesehen wie die vielen Wolken entstehen. schon aus dem Zug haben wir fleißig fotografiert und das sollte den ganzen Tag so weitergehen :)

der Himmel sah oft bedrohlich aus, aber wir hatten wirklich Glück mit dem Wetter und ein richtiger Regenschauer kam erst, als wir geschützt in einem Boot eine Grachtenrundfahrt machten.


aber die meiste Zeit waren wir zu Fuß unterwegs und haben die schmalen und schiefen Häuser bestaunt:
2 Geschichten über ganz schmale Häuser finde ich besonders erwähnenswert:

die erste handelt vom 1-Meter-Haus, das aber nur die Rückfassade darstellt, die Vorderseite ist dann doch breiter. trotzdem gilt es als schmalstes Haus der Welt.

die zweite Geschichte finde ich besonders nett:

hier handelt es sich um ein Haus, das nur 2,44 Meter breit ist. es heißt "Haus des Kutschers von Herrn Trip". gegenüber davon steht das mit etwa 22 Metern breiteste Wohnhaus von Amsterdam, das von den Brüdern Lodewijk und Hendrick Trip gebaut wurde.

man erzählt sich, dass der Kutscher von Herrn Trip rief: "Ach, ich wäre schon glücklich mit einem Haus, das so breit ist wie die Haustür meines Meisters!“ ... tja ... und so kam es, dass der Kutscher so ein Haus bekam.

vorbei am Rathaus und an diversen CoffeeShops fand ich am meisten die Hausboote total sehenswert ... manche haben sogar richtige Terrassen und sehen sehr gemütlich aus.

an Häusern, Kanaldeckeln und Souvenierartikel war oft das Zeichen "XXX" zu sehen, was ein Verweis auf das Stadtwappen von Amsterdam ist.


natürlich spazierten wir auch durch das Rotlichtviertel ... es ist schon sehr eigenartig dass man dort statt Schuhen, Kleidung oder Souveniers Frauen verschiensten Alters, Leibesfülle und Hautfarbe bestaunen kann.

tja ... was gabs noch zu sehen ... natürlich eine Menge Fahrräder, manche sogar tapeziert :D, und Käse sowie Blumen, interessante Schilder, wo mir die Übersetzung auch nicht weitergeholfen hat, Früchte, die ich noch nie gesehen habe (oben Mitte), sowie witzige und auch gruselige Fassaden.


es gab hängende Schuhe und Herz-Wolken-Formationen, baumumrankte Häuser, Mega-Kitsch und eine Kontaktlinsenwerbung, die ich total abstoßend finde und bei der ich froh bin, dass ich keine trage.

und nicht unerwähnt lassen möchte ich noch den netten gepunkteten Vogel beim Hauptbahnhof sowie den gelassenen Graureiher neben den Zuggleisen.

die ganze Zeit über begleitete uns das GPS-Gerät, sodass wir uns die Texel- und beide Amsterdam-Tage noch im nachhinein wieder in Erinnerung rufen können.

Amsterdam war toll und ich habe gesehen, dass Holland nicht immer so aussehen muss ... obwohl das auch ganz nett ist:

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